Paul Fröhlich wird Deutscher Vizemeister 2021

Bei der Deutschen Meisterschaft 2021 in München konnte sich unser Bundesligaschütze Paul Fröhlich mit der Luftpistole einen sensationellen 2. Platz sichern. Er musste sich am Ende, trotz einer Spitzenleistung, nur Olympiafinalist Christian Reitz geschlagen geben und kann sich über eine Silbermedaille freuen.

Ebenfalls für den SV Hitzhofen/Oberzell an den Start gegangen sind Andrea Heckner, Michael Jupke und Walter Sbarra. Auch unsere Bundesligaschützen Stefan Negler und Tabea Ocker nahmen für ihre Heimatvereine am Wettbewerb teil.

Deutsche Meisterschaften wegen Corona-Pandemie in abgespeckter Form

Zu den jährlich stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Sportschießen auf der Olympiaschießanlage in München/Hochbrück kommen in normalen Jahren bis zu 6000 Athletinnen und Zu den jährlich stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Sportschießen auf der Olympiaschießanlage in München/Hochbrück kommen in normalen Jahren bis zu 6000 Athletinnen und Athleten, samt Betreuern. Nachdem die Meisterschaften 2020, mitten im Lockdown abgesagt werden mussten, entschied man sich beim Deutschen Schützenbund (DSB) in diesem Jahr Meisterschaften mit einem begrenzten Programm und Starterfeld durchzuführen so dass die Qualität des Teilnehmerfeldes stark zunahm. Dennoch qualifizierten sich die vier Hitzhofener Andrea Heckner (Luftpistole & Sportpistole), Michael Jupke (Luftgewehr & Kleinkalibergewehr), Paul Fröhlich (Luftpistole) und Walter Sbarra (Sportpistole & Standardpistole) für die Teilnahme.

Vizemeistertitel und Finaleinzug am ersten Tag

Bereits am Freitag, dem ersten Tag der Meisterschaften ging es früh los mit der Qualifikation der Damen für das Luftpistolenfinale. Mit dabei im Rennen um die acht Finalstartplätze war auch Andrea Heckner. Die 21-jährige Sportpolizistin konnte sich mit 570 Ringen klar für das Finale der besten acht Schützinnen qualifizieren. Dort warteten neben Europameisterin Carina Wimmer, auch die Olympionikinnen Monika Karsch und Doreen Vennekamp. Andrea kam dabei ordentlich in das Finale, in welchem sich aber bereits früh abzeichnete, dass Europameisterin Carina Wimmer heute das Maß der Dinge sein wird. Im Mittelteil des Finals bekam es Andrea Heckner dann aber mit den Nerven und so musste sie sich am Ende mit einem, vor allem bei diesem Starterfeld gutem 6. Platz zufriedengeben.

Deutlich besser lief es dann für Paul Fröhlich. Der Hitzhofener konnte sich mit 572 Ringen nur knapp als 8. für das Finale qualifizieren, zeigte dort aber Nervenstärke und sein ganzes Können. Gegen die Deutsche Luftpistolenelite mit Olympiafinalteilnehmer Christian Reitz, erkämpfte er sich mit von Anfang an starken und konstanten Treffern den 2. Platz. Dabei musste er sich nur Christian Reitz geschlagen geben, der mit seiner Leistung im Finale den deutschen Finalrekord einstellte und damit seinem Deutschen Meistertitel verteidigte. Für Paul Fröhlich war die Freude dennoch riesig. „Ich hatte mir fest vorgenommen mindestens die Silbermedaille zu holen, nachdem ich bereits 2019 auf den dritten Platz gekommen bin. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich im Finale meine Leistung abrufen konnte und mit Silber belohnt wurde“, kommentierte Fröhlich seinen Wettkampf.

Starke Leistungen auch über das gesamte restliche Wochenende

Auch an Tag zwei ging es schon früh los mit Spitzenleistungen unserer Schützen. Michael Jupke konnte sich bereits am frühen Morgen über 608,5 Ringe mit dem Luftgewehr und Platz 56 freuen, für Andrea Heckner ging es kurz darauf mit der Sportpistole los. Hier erwischte sie keinen guten Tag und erreichte mit 540 Ringen den Platz 24. Im gleichen Wettbewerb zeigte sich die Hitzhofener Bundesligaschützin Tabea Ocker, die für ihren Heimatverein aus dem hessischen Klein-Welzheim an den Start ging, stark und konnte sich im Finale schließlich Platz 7 sichern.

Am Sonntag dann kehrte etwas Ruhe ein. Nur Michael Jupke packte nochmals sein Sportgerät aus und ging am Sonntagnachmittag mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter an den Start. Hier heizte er seinen Konkurrenten sofort ein und verpasste mit drei starken Serien und insgesamt 284 Ringen nur knapp die Top 10. Er landete schließlich auf einem hervorragenden 12 Platz.

Für Walter Sbarra beginnen die Deutschen Meisterschaften erst am nächsten Wochenende Anfang September. Wir drücken aber schon jetzt einmal die Daumen.