SV Hitzhofen-Oberzell sammelt wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt

Ein bedeutsames Wettkampfwochenende in der 1. Bundesliga Luftpistole Süd liegt hinter unserer 1. Luftpistolenmannschaft. In Hambrücken traf die Mannschaft um das Trainerduo Walter Sbarra und Doris Schneider auf den Aufsteiger TSV Ötlingen sowie auf den mehrfachen Deutschen Meister Kelheim-Gmünd. Mit einem immens wichtigen Sieg am Samstag und einer kämpferisch bemerkenswerten Leistung am Sonntag verschaffte sich das Team eine bessere Ausgangsposition im Abstiegskampf.

Pflicht erfüllt: 3:2-Sieg gegen den SV Ötlingen

Der Samstag begann mit einer großen Portion Anspannung. Der TSV Ötlingen war zwar Tabellenletzter und bis dato ohne Sieg, hatte in der laufenden Saison aber mehrfach gezeigt, dass er keinesfalls leicht zu bespielen ist. Für uns war klar: Ein Sieg musste her, um sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren.

In der Spitzenpaarung präsentierte sich Matteo Mastrovalerio in absoluter Topform. Mit herausragenden 387 Ringen, der Tagesbestleistung der gesamten Liga, dominierte er seine italienische Landsfrau Margherita Veccaro deutlich. Auch Stefan Negler behielt in seinem Duell trotz hoher Nervosität die Nerven und setzte sich mit 377:376 denkbar knapp durch. Damit sah es zunächst nach einem souveränen Start aus.

Doch der Wettkampf blieb spannend. Andrea Fröhlich musste sich trotz solider Vorstellung mit 371:378 geschlagen geben, und auch Sarah Paul fand nicht zu ihrer gewohnten Sicherheit und verlor mit 362:372. Plötzlich war die Begegnung wieder vollkommen offen.

Die Entscheidung fiel schließlich auf Position 5. Hier trat Kilian Gruber für den verletzten Paul Fröhlich an – und zeigte eine beeindruckend konzentrierte und selbstbewusste Leistung. Mit 374 Ringen erzielte er seine persönliche Saisonbestleistung und ließ Amelie Vogler klar hinter sich. Dieser Punkt war für das Team enorm wichtig, denn er bedeutete den hart erkämpften 3:2-Gesamtsieg.

Starker Kampfgeist gegen Kelheim-Gmünd – trotz 1:4-Niederlage

Am Sonntag wartete ein ganz anderes Kaliber: Tabellenführer Kelheim-Gmünd, ein Team gespickt mit Nationalkaderathleten und Erfahrungswerten auf Weltklasseniveau. Die Favoritenrolle war klar verteilt, dennoch zeigte der SVHHO von Beginn an, dass er sich keineswegs verstecken würde.

In der ersten Hälfte des Wettkampfes deuteten die Hochrechnungen sogar auf eine überraschende 3:2-Führung für die unser Team hin. Viele Duelle verliefen über lange Strecken ausgeglichen, und der Druck beim Favoriten stieg spürbar. Doch Kelheim nutzte seine Routine und drehte die Begegnung in der zweiten Hälfte.

Matteo Mastrovalerio schoss mit 378 Ringen erneut ein starkes Ergebnis, musste sich jedoch Philipp Grimm, der 382 Ringe erzielte, geschlagen geben. Auch Stefan Negler verlor sein Match äußerst knapp mit 377:379 gegen Annabelle Pioch. Ein weiteres enges Duell folgte bei Andrea Fröhlich, die mit 376:377 nur einen einzigen Ring hinter Simon Weiß lag. Kilian Gruber konnte seine Form vom Vortag nicht ganz halten und musste eine 366:377-Niederlage gegen Christoph Schultheiß hinnehmen.

Für den Moment des Tages sorgte schließlich Sarah Paul. Gegen Olympiaschützin Monika Karsch zeigte sie ihre beste Saisonleistung, beendete den Wettkampf mit sieben Zehnern in Folge und erreichte am Ende starke 376 Ringe. Mit diesem Ergebnis gewann sie ihr Duell klar und bescherte uns den verdienten Ehrenpunkt. Zwar endete der Wettkampf insgesamt mit 1:4, doch der Auftritt des Teams hinterließ Eindruck und zeigte deutlich, dass die Mannschaft auch gegen Topteams konkurrenzfähig sein kann.

Stimmen und Blick auf das letzte Wettkampfwochenende im Januar

„Der Sieg gegen Ötlingen war extrem wichtig und gibt der ganzen Mannschaft Selbstvertrauen“, erklärte Andrea Fröhlich nach dem Wochenende. „Gegen Kelheim konnten wir trotz der Niederlage viele positive Dinge mitnehmen. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Jetzt heißt es, im Januar nochmal alles aus uns herauszuholen, um die entscheidenden Punkte zu sichern.“

In der Tabelle konnte sich unsere Erste an der HSG München vorbeischieben und belegt nun den neunten Platz. Die Lage bleibt jedoch angespannt, denn lediglich ein Sieg trennt das Team vom Relegationsplatz, auf dem aktuell die SSG Fürth steht.

Am 3. Januar kommt es zum direkten Aufeinandertreffen mit genau diesem Konkurrenten – ein Duell, das den weiteren Saisonverlauf maßgeblich beeinflussen könnte.